Kategorie:Region Shikoku
Die Region Shikoku (jap. 四国) ist die kleinste der vier Hauptinseln Japans und liegt südlich von Honshū. Sie umfasst vier Präfekturen und ist bekannt für ihre vielfältigen kulturellen Traditionen, tief verwurzelte Handwerkskünste sowie eine ausgeprägte religiöse Landschaft, die eng mit der berühmten 88-Tempel-Pilgerroute verbunden ist.
Shikoku zeichnet sich durch eine harmonische Verbindung von Gebirgslandschaften, Flusstälern und Küstengebieten aus, die bis heute maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung lokaler Gewerke und Materialien haben.
Präfekturen
Die Region umfasst folgende Präfekturen:
- Kategorie:Präfektur Ehime
- Kategorie:Präfektur Kagawa
- Kategorie:Präfektur Kōchi
- Kategorie:Präfektur Tokushima
Traditionelle Handwerkskünste
Shikoku verfügt über eine bemerkenswerte Vielfalt an traditionellen Handwerken, die stark durch regionale Besonderheiten geprägt sind:
Keramik
In mehreren Präfekturen der Region existieren historische Keramikzentren, die für charakteristische Brenntechniken und regionale Stile bekannt sind. Dazu gehören unter anderem rustikale Steinzeugtraditionen sowie Keramiken, die lokale Tone mit besonderen Glasuren kombinieren.
Textilien
Shikokus textile Landschaft umfasst Indigo-Färbereien, Webtechniken und traditionelle Kleidungsstücke. Insbesondere in Tokushima hat die Indigoherstellung (Aizome) eine jahrhundertelange Geschichte und prägt bis heute das Handwerk der Region.
Holz- und Lackkunst
Verschiedene Bereiche von Shikoku pflegen fein ausgearbeitete Holzhandwerke sowie regionale Lackkunsttraditionen, die durch lokale Materialien und Überlieferungen weitergegeben werden.
Papierherstellung
Die Region ist bekannt für hochwertiges japanisches Papier (Washi), dessen Herstellung durch klare Flüsse und reichhaltige Pflanzenfasern begünstigt wird. Diese Technik hat in den ländlichen Gebieten der Insel eine lange Geschichte.
Bedeutung der Region Shikoku
Die Region Shikoku spielt eine wichtige Rolle für das kulturelle Erbe Japans. Sie bewahrt nicht nur vielfältige Handwerkstraditionen, sondern verbindet diese mit einer starken religiösen Identität und einer bis heute lebendigen Pilgerkultur.
Die Präfekturen der Region investieren aktiv in den Erhalt ihrer traditionellen Künste, fördern lokale Manufakturen und unterstützen Initiativen, die historische Techniken mit modernen Gestaltungsansätzen verbinden. Dadurch bleibt Shikoku ein bedeutender kultureller Raum, in dem Handwerkstraditionen nicht nur untersucht, sondern auch weiterhin praktiziert und an kommende Generationen weitergegeben werden.
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