Kategorie:Präfektur Miyazaki

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Die Präfektur Miyazaki (jap. 宮崎県, Miyazaki-ken) liegt im Südosten der Insel Kyūshū und erstreckt sich entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans. Die Region ist bekannt für ihr warmes Klima, ihre landwirtschaftliche Vielfalt, ihre mythologisch geprägten Kultstätten sowie mehrere charakteristische Handwerks- und Materialtraditionen. Die Hauptstadt ist Miyazaki, weitere bedeutende Städte sind Miyakonojō, Hyūga und Nobeoka.

Geographischer Überblick

Die Präfektur Miyazaki grenzt an:

Die übrige Ostseite liegt am Pazifischen Ozean. Prägende Landschaftsmerkmale:

  • lange Küstenlinien mit Stränden und Klippen,
  • fruchtbare Ebenen im Süden,
  • Bergketten und Täler im Inneren (Kirishima-Region),
  • subtropische Vegetation und reichhaltige Naturressourcen.

Historischer Hintergrund

Miyazaki war historisch Teil der Provinz Hyūga. Die Region spielt in der japanischen Mythologie eine wichtige Rolle, insbesondere im Zusammenhang mit den Legenden um die Götterfamilie der frühalten Shintō-Erzählungen.

In der Edo-Zeit bestand das Gebiet aus mehreren Han, darunter dem Sadowara-Han und dem Obi-Han. Die Region entwickelte traditionsreiche Handwerke, Landbauformen und religiöse Praktiken.

Traditionelle Handwerke und Kultur

Obi-Sugi (Zedernholz-Handwerk)

Die Kleinstadt Obi ist bekannt für ihr hochwertiges Zedernholz (Obi-sugi):

  • feine Maserung,
  • leichte, stabile Struktur,
  • Nutzung für Möbel, Innenräume, Schachteln und dekorative Gegenstände,
  • überliefertes Schreiner- und Zimmermannshandwerk.

Bambus- und Korbhandwerk

Viele Gemeinden Miyazakis pflegen Bambusarbeitstraditionen:

  • Körbe und Haushaltsgegenstände,
  • fein geflochtene Alltagsobjekte,
  • traditionelle Werkzeuge für Landwirtschaft und Fischerei.

Lack- und Holzarbeiten

Einige Regionen produzieren:

  • einfache Lackwaren für Alltagsgebrauch,
  • Holzschalen und Utensilien,
  • geschnitzte Dekorationsobjekte.

Keramik

Keramische Werke sind meist kleinstrukturiert und lokal:

  • rustikale Naturglasuren,
  • funktionale Alltagskeramik,
  • regionale Studios, die traditionelle Techniken modern interpretieren.

Textilien

Die Region besitzt kleinere textile Traditionen:

  • pflanzliche Färbungen,
  • regionale Muster,
  • handgewebte Stoffe in ländlichen Gemeinden.

Moderne Kultur und Wirtschaft

Miyazaki kombiniert Tradition, Landwirtschaft und moderne Wirtschaft:

  • bedeutende Landwirtschaft (Rindfleisch, Gemüse, Mangos, Süßkartoffeln),
  • Tourismus (Strände, mythologische Stätten, heiße Quellen),
  • nachhaltige Forstwirtschaft,
  • moderne Leichtindustrie und Lebensmittelverarbeitung.

Die kulturelle Identität ist eng mit Natur, Mythen und ländlichen Traditionen verknüpft.

Kulturelle Sehenswürdigkeiten

Zu den wichtigsten Orten gehören:

  • Schrein Takachiho – mythologisches Zentrum des Shintō,
  • Takachiho-Schlucht – berühmte Natur- und Kulturlandschaft,
  • Aoshima-Schrein und subtropische Insel Aoshima,
  • Obi – ehemalige Burgstadt mit Erhaltungsgebieten,
  • Nichinan-Küste – malerische Meereslandschaften,
  • Kirishima-Gebiet – vulkanische Natur und Kultur.

Bedeutung der Präfektur Miyazaki

Die Präfektur Miyazaki besitzt ein eigenständiges kulturelles Profil:

  • traditionsreiches Zedernholzhandwerk (Obi-sugi),
  • vielfältige Holz-, Bambus- und Keramiktraditionen,
  • starke Verbindung zu natur- und mythologiebezogenen Kulten,
  • bedeutende landwirtschaftliche Produktion,
  • charakteristische Mischung aus Küstenkultur, Bergregionen und historischem Erbe.

Miyazaki trägt wesentlich zur kulturellen Vielfalt Südkyūshūs bei.

Literatur und Quellen

  1. Fachliteratur zur Kultur- und Religionsgeschichte der Provinz Hyūga.
  2. Studien zu Obi-sugi und traditionellen Handwerken Miyazakis.
  3. Ausstellungskataloge zu Natur- und Kulturlandschaften der Präfektur.

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