Präfektur Aichi

Aus Japanisches Craftpedia-Portal
Version vom 15. November 2025, 06:41 Uhr von CompUser (Diskussion | Beiträge)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:AIchi Prefecture.svg
Flag of Aichi Prefecture

Die Präfektur Aichi (愛知県) liegt im Zentrum von Honshū und ist Teil der Chūbu-Region an der Pazifikküste. Ihre Lage an der Tōkaidō-Route machte sie lange zu einem Knotenpunkt für Reisen, Handel und politische Macht, der Ost- und Westjapan verband.

Die Hauptstadt der Präfektur, Nagoya, ist Japans viertgrößte Stadt und ein bedeutendes Industriezentrum, eng verbunden mit der Automobilindustrie und technologischen Innovationen. Historisch gesehen ist die Region die Geburtsstätte dreier japanischer Einiger – Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu – was Aichi eine bedeutende Rolle in der japanischen Geschichte verleiht.

Kulturell vereint Aichi moderne Dynamik mit tief verwurzelten Traditionen. Die Präfektur Aichi ist berühmt für Feste wie das Nagoya Matsuri und für ihre reiche Vielfalt an Kunsthandwerk, darunter Seto- und Tokoname-Keramik (zwei der „Sechs alten Brennöfen“ Japans) sowie traditionelle Textilien und Lackwaren. Die Verbindung von historischem Erbe, industrieller Dynamik und handwerklicher Tradition verleiht Aichi eine unverwechselbare Identität innerhalb Japans.

Bedeutendes Kunsthandwerk der Präfektur Aichi

  • Seto-Keramik (瀬戸焼) – eine der „Sechs alten Brennöfen“, bekannt für ihre vielseitige Keramikstile.
  • Tokoname-Keramik (常滑焼) – eine weitere der „Sechs alten Brennöfen“, besonders berühmt für ihre eleganten Teekannen.
  • Traditionelle Textilien – darunter Arimatsu und Narumi Shibori (Abbindetechnik).
  • Lackwaren- und Holzbearbeitungstraditionen, die eng mit der Handwerkskultur Nagoyas verbunden sind.